TCW-Robotikexperten in China

Von links: Josef Wolf, Richard Haas und Florian Knie auf dem Weg zum Wettbewerb.
Bild: privat

Im Technologie Centrum Westbayern ist man stolz auf die beiden jungen Robotikexperten Florian Knie und Richard Haas, die hier den dualen Studiengang Systems Engineering belegen und am TCW umfangreiche Projektarbeiten durchführen. Als Anerkennung und als „Blick über den Tellerrand“ ermöglichte TCW-Geschäftsführer Josef Wolf den beiden nun die Teilnahme an einem deutsch-chinesischen Wettbewerb für Roboterprogrammierung in China.

Von 27. Oktober bis 2. November verbrachte das Trio Knie-Haas-Wolf eine Woche in Chengdu, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan und Heimat von 15 Millionen Einwohnern. Dazu eingeladen hatte die Beijing Synergy Educational Technology Company Ltd., die Wirtschaftskontakte zwischen Deutschland und China vermittelt. Von einem früheren Besuch einer Gruppe chinesischer Berufsschullehrer in Nördlingen war das TCW den Chinesen bekannt, nun erfolgte sozusagen der Gegenbesuch.

Der Wettbewerb diente als Attraktion zur Einweihung eines neuen Berufsschulzentrums mit Internatscharakter, das die chinesische Regierung in Pujiang/Chengdu errichtet hat. Hier sollen Chinas Robotik– und Mechanik-Fachkräfte der Zukunft heranwachsen. Unter den 62 Teilnehmern des Wettbewerbs waren auch 16 deutsche Jung-Ingenieure – deutsches Know-how ist in China sehr gefragt. Neben dem Robotik-Wettbewerb fand auch ein Kräftemessen in der Mechanik statt.

Abenteuer China

Für Florian Knie und Richard Haas war diese Woche natürlich mehr als nur die Teilnahme an einem Wettbewerb. Das Land, die Leute, die Kultur, das Essen, die Mentalität – alles ist anders im „Reich der Mitte“. „Die Reise sollte auch eine Anerkennung sein, denn die Jungs haben einen tollen Job geleistet“, berichtet Josef Wolf. Die persönlichen Eindrücke, die sie gesammelt haben, sind vielfältig. Laut Florian Knie hätten sich die Gastgeber bei allem, was sie taten, viel Mühe gegeben. „Wenn etwas mal nicht nach Plan verlief, sind sie aber schnell nervös geworden“, meint der Nördlinger. Richard Haas aus Laub fiel vor allem der Unterschied in der Technik auf: So werde auch in ländlichen Regionen ganz selbstverständlich bargeldlos per Handy bezahlt, was in Deutschland noch immer weit entfernt ist. Auch die Arbeitsweise der Chinesen unterscheide sich sehr von dem, was man aus der Heimat gewohnt ist.

Know-how unter Beweis gestellt

Im Wettbewerb stellten die beiden dann unter Beweis, warum sie sich die Reise verdient hatten: Innerhalb von vier Stunden musste eine zuvor unbekannte Aufgabe an einem Kuka-Roboter einprogrammiert werden. Die Rieser waren unter den 16 deutschen Teilnehmern das beste Team und belegten im Gesamtfeld Platz 2 – eine starke Leistung, und dazu ein Riesenspaß. Nur der Austausch mit den chinesischen Teams kam etwas zu kurz. Der war dafür beim Rahmenprogramm gegeben, unter anderem gab es ein Fußballspiel der Teilnehmer gegen die Berufsschullehrer, das 3:3 endete. Auch ein Bankett, Karaoke und ein Besuch in der örtlichen Panda-Schutzstation lieferten Eindrücke, die den beiden TCWlern und ihrem Chef sicher lange in Erinnerung bleiben werden.

Auch auf fremdem Terrain konnte die TCW-Crew ihre Leistung abrufen. Bild: privat

Quelle: Donau-Ries aktuell vom 19. November 2019

Was haben Tagträumen und Mußezeit mit Kreativität zu tun?

Was haben Tagträumen und Mußezeit mit Kreativität zu tun?

Vortragsabend von TCW und BVMW. Ohne Muße keine Zukunft

Foto: © Andrea Wörger, Die Raumgeber // Dr. Sabine Heilig (BVMW) // Von links: Dirk Frowein (Die Raumgeber), Manuela Jenewein (TCW), Elisabeth Schmid (Die Raumgeber), Michael Heilig (BVMW)

Die gute Nachricht: Die Muße steht vor einer Renaissance. Wir alle brauchen immer wieder Auszeiten vom permanenten Getriebensein, sonst leiden nicht nur Fantasie und Kreativität, sondern auch unsere sozialen Beziehungen und letztlich unsere Gesundheit.

Die Referentin des Abends, Elisabeth Schmid von „Die Raumgeber“ sah sich einer gespannten und zahlreichen Zuhörerschaft gegenüber, denn das angekündigte Thema brennt wohl vielen unter den Nägeln. Sie erklärte, warum eine Zeit augenscheinlichen Nichts-Tuns etwas ganz anderes sein kann als verlorene Zeit. Ausgehend von Beispielen aus der eigenen Erfahrung führte sie geschickt zum Kern ihrer Aussage. Schmid, die seit über 25 Jahren als Speakerin, Moderatorin und Sängerin tätig ist, berät vor allem Vertriebs- und Führungskräfte sowie Vertriebs- und Fachkräfte und ist auch im Stressmanagement tätig. „Ohne Muße keine Zukunft“, so ihr Credo. Ihren Vortrag machte sie mit Beispielen aus der Geschichte lebendig, so weiß man, dass z.B. Newton die Erleuchtung zu seiner Gravitationstheorie kam, als er im heimischen Obstgarten versonnen einen Apfel anschaute. Elisabeth Schmid spannte den Bogen von der individuellen Ebene mit Themen wie Einsamkeit, Stressbelastung und Überforderung zur gesellschaftlichen Ebene und machte deutlich, wie es in der Vergangenheit möglich war, dass hochentwickelte Kulturen ganz plötzlich von der Bildfläche verschwinden konnten. Am Modell der Überlebens-Energie im Gegensatz zur Kreativ-Energie erfuhren die Teilnehmer, wie der Instinkt unser Alltagsleben beeinflusst und wie wir über unsere Intuition wieder zu Inspiration und Innovation finden können.

„Jeder braucht die Windstille der Seele“, sagte Michael Heilig mit Überzeugung in seiner Einführung. Die Veranstaltung, die von Frau Manuela Jenewein vom Weiterbildungszentrum Donau-Ries Nördlingen zusammen mit Michael Heilig, hiesiger Leiter des Kreisverbandes des BVMW (Bundesverband Mittelständische Wirtschaft), organisiert wurde, machte klar, dass Muße die Mutter aller Kreativität ist. Die Zuhörer im vollbesetzten Vortragssaal durften an einem dreiminütigen Break auch an sich selbst testen, wie und ob „abschalten“ funktioniert.

Der anregende, kurzweilige Abend diente nicht nur der Information und Weiterbildung, sondern auch dem gemeinsamen Austausch und machte bei den anschließenden Gesprächen unter den Teilnehmern*innen deutlich: Es gibt immer Gesprächsbedarf!

Manuela Jenewein bedankte sich zum Abschluss bei den zahlreichen Zuhörern und der Referentin des Abends, Frau Elisabeth Schmid. „Vielen Dank für die interessanten Einblicke und Tipps. Durch Ihren Vortrag haben Sie beim Publikum ein Bewusstsein geschaffen, wie wichtig Pausen und Auszeiten für die Kreativität und die Gesundheit sind. Es freut uns, dass unsere kostenfreie Vortragsreihe so gut angenommen wird.“